Strom­tras­se aktu­ell: Fragen an Bür­ger­meis­ter Felbermeier

Ist die Nord­tras­se für die geplan­ten Höchst­span­nungs­lei­tun­gen bereits vom Tisch?
Bgm. Fel­ber­mei­er: Jein. Die Regie­rung von Ober­bay­ern kam in der Raum­ord­nung zum Ergeb­nis Süd­t­ras­se, also an der bis­he­ri­gen Hoch­span­nungs­lei­tung. Für die Süd­t­ras­se folgt nun die detail­lier­te­re Plan­fest­stel­lung. Aber dabei kann das Pendel noch anders herum ausschlagen. 

Funk­tio­niert die Stra­te­gie der Gemeinde?
Inhalt­lich ja. Wir haben unsere Pla­nungs­ho­heit ein­ge­setzt, um einen Teil­flä­chen­nut­zungs­plan für Frei­lei­tun­gen mit Höchst­span­nung aus­zu­wei­sen, mit dem Ergeb­nis Süd­t­ras­se. Die Bezirks­re­gie­rung hat das und ins­be­son­de­re auch die rund 1.500 Unter­schrif­ten gegen die Nord­tras­se ent­lang der Hoch­stra­ße bei Inhau­sen in ihrer Beur­tei­lung erwähnt. 

Was kann die Gemein­de noch tun?  
Formal ist es noch nicht gelun­gen, unse­ren Teil­flä­chen­nut­zungs­plan von den höhe­ren Stel­len geneh­migt zu bekom­men.  Denn recht­lich gilt für solche über­grei­fen­den Vor­ha­ben eigent­lich „Ober sticht Unter“. Es kommt nicht so oft vor, dass sich eine Kom­mu­ne aktiv mit einer Posi­tiv­pla­nung „von unten“ ein­bringt.  Not­falls klagen wir die Geneh­mi­gung ein als zusätz­li­che Absi­che­rung der Süd­t­ras­se durch den dann gül­ti­gen Teil­flä­chen­nut­zungs­plan. Ein Abwei­chen davon in der Phase der Plan­fest­stel­lung wäre schwieriger.

Wie stün­den die Chan­cen, falls die Gemein­de klagt?
Laut Regie­rung von Ober­bay­ern gibt es zu so einem Fall noch keine Recht­spre­chung, also gibt es eine Chance.  Eine Klage würde einen klei­nen Bruch­teil dessen kosten, was wir bisher in der Sache auf­ge­wen­det haben.