Seidenath referiert über aktuelle Herausforderungen und Initiativen

Senio­ren-Uni­on Haim­hau­sen beschäf­tigt sich mit den The­men Gesund­heit und Pfle­ge

Mit den Zukunfts­the­men „Gesund­heit und Pfle­ge“ beschäf­tig­te sich der Senio­ren-Uni­on-Orts­ver­band Haim­hau­sen jüngst in einer eige­nen Ver­an­stal­tung. SEN-Orts­vor­sit­zen­der Jür­gen Schind­ler konn­te hier­zu den gesund­heits- und pfle­ge­po­li­ti­schen Spre­cher der CSU-Land­tags­frak­ti­on, Bern­hard Sei­de­nath, begrü­ßen. Vor den zahl­rei­chen Zuhö­rern – dar­un­ter Zwei­te Bür­ger­meis­te­rin Clau­dia Kops – ging Sei­de­nath in sei­nem Hei­mat­ort auf die Initia­ti­ve sei­ner Frak­ti­on ein, einen Medi­zi­ner­man­gel und ins­be­son­de­re einen Man­gel an Haus­ärz­ten in Zukunft zu ver­hin­dern. „Noch sind wir in Bay­ern sehr gut ver­sorgt. Doch ein Drit­tel aller Haus­ärz­te ist inzwi­schen über 60 Jah­re alt und wird des­halb in den nächs­ten acht Jah­ren in den Ruhe­stand tre­ten. Hier­für müs­sen wir schon jetzt vor­sor­gen“, erläu­ter­te Sei­de­nath und for­der­te eine Erhö­hung der Zahl der Medi­zin­stu­di­en­plät­ze in Deutsch­land sowie einen erleich­ter­ten Zugang zum Medi­zin­stu­di­um für sol­che jun­gen Men­schen, die sich ver­pflich­ten, im Anschluss als Haus­arzt in unter­ver­sorg­ten Gebie­ten zu prak­ti­zie­ren. „Dabei darf nicht nur die Abitur­no­te eine Rol­le spie­len“, erläu­ter­te Sei­de­nath. Ins­ge­samt brau­che die All­ge­mein­me­di­zin einen höhe­ren Stel­len­wert in der medi­zi­ni­schen Aus­bil­dung. In der Pfle­ge, ins­be­son­de­re in der Alten­pfle­ge, dro­he ein Fach­kräf­te­man­gel nicht nur: hier sei er bereits Wirk­lich­keit. Die Zahl der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen wer­de in den nächs­ten 15 Jah­ren um 50 Pro­zent zuneh­men – auf bay­ern­weit etwa 500.000 Men­schen. Stu­di­en besag­ten des­halb, dass jeder drit­te Schul­ab­gän­ger mit mitt­le­rem Schul­ab­schluss in der Pfle­ge gebraucht wer­de. „Wich­tig ist vor allem, dass wir die Pfle­gen­den län­ger als die aktu­ell durch­schnitt­lich sie­ben Jah­re in ihrem Beruf hal­ten. Hier­für müs­sen die Arbeits­be­din­gun­gen wei­ter ver­bes­sert wer­den“, erklär­te Sei­de­nath und appel­lier­te an die Tarif­ver­trags­part­ner, die Bezah­lung der Pfle­ge­kräf­te wei­ter anzu­he­ben. In der anschlie­ßen­den inten­si­ven Dis­kus­si­on wur­den noch vie­le wei­te­re The­men ange­spro­chen, etwa die Fra­ge, was gegen Anti­bio­ti­ka-Resis­ten­zen gemacht wer­den kön­ne und müs­se, die Samm­lung von Gesund­heits­da­ten sowie die Anstren­gun­gen, die für eine ver­bes­ser­te Prä­ven­ti­on von Erkran­kun­gen unter­nom­men wür­den.

von links: Bern­hard Seidenath,Mdl. , Jür­gen Schind­ler