Mega-Belastung für Haimhausen

AutobahnanschlussstelleWir alle haben es noch deut­lich in Erin­ne­rung, als die Allee­stra­ße gesperrt war und der gan­ze Ver­kehr über die Brun­nen­feld- und Münch­ner Stra­ße umge­lei­tet wor­den ist.

Als Nächs­tes steht die Bau­maß­nah­me an der B13 in Fah­renz­hau­sen an. Der geschätz­te Bau­be­ginn soll hier das drit­te Quar­tal 2018 sein. Auch hier wird es für die Haim­hau­ser Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wie­der sehr anstren­gend und belas­tend.

Danach kommt der Aus­bau der Auto­bahn­an­schluss­stel­le A92-B13.

Am Diens­tag, den 27.02.2018 fand die Vor­stel­lung der 1ten Tek­tur der Auto­bahn­di­rek­ti­on Süd­bay­ern in der Sport­gast­stät­te im Inhau­ser Moos statt. Der Raum war sehr gut gefüllt.
Die Damen und Her­ren der Auto­bahn­di­rek­ti­on stell­ten dabei den Plan für den Bereich A92-B13 vor.

Laut­stär­ke: Es wird ein „Flüs­ter­asphalt“ ver­wen­det, der die Lärm­be­las­tung um -5dB(A) min­dern soll. Der alte Belag hat eine Lärm­be­las­tung von +2dB(A), was somit ins­ge­samt eine Ent­las­tung um -7dB(A) gegen­über der jet­zi­gen Situa­ti­on brin­gen soll. Zusätz­lich wer­den Lärm­schutz­wäl­le und -wän­de ein­ge­setzt. Somit sol­len fast alle Gebäu­de im Inhau­ser Moos die gefor­der­ten Lärm­wer­te errei­chen, ohne dass hier zusätz­lich mit Schall­schutz­fens­tern gear­bei­tet wer­den muss.

Ver­kehr aus dem Nor­den (Haim­hau­sen, Fah­renz­hau­sen): Für den Ver­kehr aus Nor­den in Rich­tung Auto­bahn wur­de von der Auto­bahn­di­rek­ti­on nur eine „aus­rei­chen­de“ Lösung prä­sen­tiert, mit dem Hin­weis, dass der Bund nur „aus­rei­chen­de“ Vor­ha­ben finan­ziert und kei­ne gute bzw. sehr gute Lösun­gen. Wo liegt das Pro­blem? Wie schon jetzt müs­sen die Fahr­zeu­ge, die aus Nor­den Rich­tung A92-Feld­moching fah­ren wol­len, links auf die Auto­bahn abbie­gen (mar­kier­ter Kreis), was durch eine Ampel­an­la­ge gere­gelt wird. Somit ist es sehr wahr­schein­lich, dass sich die Fahr­zeu­ge in den Mor­gen­stun­den wie­der zurück bis zum Mai­steig stau­en.
Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er: „Wir wer­den mit unse­ren Exper­ten die Situa­ti­on prü­fen und eine ent­spre­chen­de Ein­wen­dung erhe­ben, so dass direkt von der B13 rechts auf die A92 Rich­tung Feld­moching abge­bo­gen wer­den kann“
A92 nach USH: Die Fahr­zeu­ge aus dem Osten, die über die Auto­bahn nach USH fah­ren wol­len, müs­sen hier wie bis­her links (jetzt offi­zi­ell mit zwei Links­ab­bie­ger­spu­ren) abbie­gen und auf der B13 Rich­tung Süden fah­ren. Es wur­de von Bür­gern ange­merkt, dass die­se Stel­le sehr unfall­träch­tig ist und die­se sehen hier kei­ne Ver­bes­se­rung. Danach müs­sen die­se Fahr­zeu­ge über die Auto­bahn­brü­cke, rechts die Abfahrt hin­un­ter und dann scharf rechts abbie­gen. Raus aus USH auf die Auto­bahn in Rich­tung Osten geht dafür sehr gut, dank einer Unter­füh­rung und ohne Ampel auf der B13– ein ech­ter Gewinn für USH.

Rad­fah­rer: Für Rad­fah­rer wird es dann span­nend. Hier sieht die Auto­bahn­di­rek­ti­on einen zwei Meter brei­ten Strei­fen für die Rad­fah­rer vor (leicht Rosa Linie). Ein Rad­fahr­schnell­weg, bei dem die Rad­ler bis zu 30km/​h (E-Bikes) fah­ren kön­nen, wird nicht umge­setzt. Nach vie­len Nach­fra­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wur­de der Ein­druck ver­mit­telt, dass die Auto­bahn­di­rek­ti­on den Schwer­punkt auf die Autos setzt und nur eine sehr ein­fa­che Lösung für die Rad­ler plant – das Ver­kehrs­auf­kom­men der Rad­fah­rer wur­de nicht ermit­telt. Von vie­len aus dem Inhau­ser Moos wur­de eine eige­ne klei­ne Brü­cke nur für Fuß­gän­ger und Rad­ler gewünscht – ganz nach dem Mot­to von Innen­mis­ter Herr­mann „Bay­ern setzt auf Fahr­rad­fah­rer: Der Frei­staat will den Anteil des Rad­ver­kehrs am Gesamt­ver­kehrs­auf­kom­men bis zum Jahr 2025 auf 20 Pro­zent stei­gern.“. Herr Pei­ker (Ltd. Bau­di­rek­tor) mein­te dann nur „Fin­den Sie jemand, der die Kos­ten für den Bau und den Unter­halt zur Ver­fü­gung stellt und wir bau­en ihnen die­se Rad­brü­cke – dies kann auch jeder­zeit nach der Fer­tig­stel­lung der Anschluss­stel­le erfol­gen.“

Bus­hal­te­stel­le: Inter­es­sant war auch ein Bei­trag, der nach der Bus­hal­te­stel­le gefragt hat. Bis jetzt fährt der Lini­en­bus vom Mai­steig die ers­te Abfahrt ins Inhau­ser Moos von der B13 ab, nimmt die Fahr­gäs­te auf und biegt bei der Ampel wie­der auf die B13 ab. Die ers­te Abfahrt wird es aber zukünf­tig nicht mehr geben.

Park­platz: Durch die Fahr­bahn­ver­le­gung der B13 Rich­tung Osten kann nörd­lich der Anschluss­stel­le auf der jet­zi­gen Fahr­bahn­füh­rung der B13 ein P+M Park­platz ent­ste­hen, auf dem 80 Fahr­zeu­ge Platz fin­den. Die Befürch­tung der Anlie­ger ist dabei, dass der an- und abfah­ren­de Ver­kehr die Ampel­kreu­zung zusätz­lich belas­ten wird.

Bau­zeit: Herr Pei­ker (Ltd. Bau­di­rek­tor) gab hier fol­gen­de Eck­da­ten an: Wenn kei­ne Ein­wän­de, Kla­gen etc. erfol­gen, dann könn­te der Beschluss der Regie­rung von Ober­bay­ern Ende 2019 erfol­gen. Die Pla­nun­gen für die Aus­schrei­bun­gen etc. dau­ern ca. ein Jahr. Dies bedeu­tet, dass bei idea­len Bedin­gun­gen 2021 mit dem Bau begon­nen wer­den kann, der mit vier Jah­ren Bau­zeit ver­an­schlagt ist. Bis auf kur­ze Sper­run­gen (über Nacht bzw. 2 – 3 Tage) soll die Que­rung der A92 wäh­rend der Bau­zeit mög­lich sein. Was aber sicher zu Pro­ble­men füh­ren wird, ist der Bau­ver­kehr, der zusätz­lich alle im Umfeld belas­ten wird.

Nach der Pro­gno­se für das Jahr 2030 ist der Aus­bau der Auto­bahn­an­schluss­stel­le drin­gend not­wen­dig und auch sinn­voll. Was aber gera­de für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus dem Nor­den wich­tig ist, dass sich kein Rück­stau wie bis­her zum Mai­steig bil­det. Hof­fen wir, dass die Ein­wen­dung des Bür­ger­meis­ters noch Erfolg hat.
Unab­hän­gig davon kann jeder Bür­ger gegen die Pla­nung (der kom­plet­te Plan mit allen Gut­ach­ten etc. ist online ver­füg­bar) Ein­wen­dun­gen vor­brin­gen – die Frist muss aber ein­ge­hal­ten wer­den.

Die CSU setzt sich wei­ter für die „Rech­te“ und Anlie­gen der Gemein­de­bür­ger in die­sem Ver­fah­ren ein und ver­sucht, eine Ver­bes­se­rung der Kreu­zungs­si­tua­ti­on und der The­ma­tik der Rad­fah­rer zu errei­chen.

Ihr Micha­el Nie­der­mair

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