Im Bun­des­tag für Dachau und Fürs­ten­feld­bruck: Katrin Staffler

Vier Jahre Abge­ord­ne­te im Bun­des­tag – wie viel bist Du in Berlin?

In den Sit­zungs­wo­chen bin ich mon­tags bis frei­tags in Berlin, ansons­ten bin ich hier im Wahl­kreis unterwegs.

Nach dem Abitur in Dachau hast Du an der TU Mün­chen den Master in Bio­che­mie gemacht. Hilft Dir das im Bundestag?

Enorm! Im Aus­schuss für Bil­dung, For­schung und Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung küm­mern wir uns z.B. um die Impf­for­schung für Corona. Mein Stu­di­um hilft, den wis­sen­schaft­li­chen Hin­ter­grund zu ver­ste­hen und Ent­schei­dun­gen zu treffen.

Katrin Staff­ler, MdB, im Gespräch mit Peter Fel­ber­mei­er und Dr. Rupert Deger

Kannst Du ein Bei­spiel für Bil­dung nennen?

Für die beruf­li­che Bil­dung haben wir das Berufs­bil­dungs­ge­setz moder­ni­siert und das Auf­stiegs-BAföG mit 350 Mil­lio­nen Euro gestärkt, um die duale Aus­bil­dung zu einem noch attrak­ti­ve­ren Kar­rie­re­weg zu machen.

Und wie läuft es im Aus­schuss für die Euro­päi­sche Union?

Ein großer Erfolg war die Eini­gung beim EU-Haus­halt. Dies und der euro­päi­sche Auf­bau­plan, der unter der deut­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft beschlos­sen wurde, brin­gen uns voran beim Kli­ma­schutz, in der Migra­ti­ons­po­li­tik, im For­schungs­be­reich und beim Wie­der­auf­bau nach der Corona-Pandemie.

Wie ist die Stim­mung – sind wir eher die Bürger von Europa, oder nur die Nutzer?

Ich fühle mich zuerst als Bür­ge­rin Euro­pas und bin über­zeugt, dass Erfolg und Zukunft Deutsch­lands von der EU abhän­gen. Das betrifft uns in so vielen all­täg­li­chen Dingen. Spä­tes­tens seit Corona wissen wir die — vor­über­ge­hend ein­ge­schränk­te — Rei­se­frei­heit in Europa zu schätzen.

Du küm­merst Dich viel um die Mittel- und Berufs­schu­len. Haben wir in Zukunft genü­gend qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te, und nicht nur Akademiker?

Aka­de­mi­sche und beruf­li­che Bil­dung sind nicht gleich­ar­tig, sie sind aber gleich­wer­tig. Dieses Ver­ständ­nis brau­chen wir alle für eine erfolg­rei­che wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung. Kräfte mit abge­schlos­se­ner Berufs­aus­bil­dung fehlen am häu­figs­ten. Dafür haben wir die Alli­anz für Aus- und Wei­ter­bil­dung erneu­ert, mit der Bund, Bun­des­agen­tur für Arbeit, Wirt­schaft, Gewerk­schaf­ten und Länder mehr junge Men­schen für einen Aus­bil­dungs­be­ruf gewin­nen möchten.

Der Wind­strom aus dem hohen Norden kommt. Wie kannst Du uns helfen, damit die Super­mas­ten nicht ent­lang der Hoch­stra­ße von Inhau­sen nach Otters­hau­sen verlaufen?

Für unsere siche­re Strom­ver­sor­gung brau­chen wir leis­tungs­fä­hi­ge Netze. Daran zwei­felt nie­mand.  Schon vori­ges Jahr habe ich mich für die süd­li­che Vari­an­te aus­ge­spro­chen, da sie die Ent­wick­lung Haim­hausens weni­ger ein­schränkt und zumeist grö­ße­re Abstän­de zur Wohn­be­bau­ung hat. Nun beginnt das for­mel­le Raum­ord­nungs­ver­fah­ren, in dem ich mich weiter an die Seite der Bür­ge­rin­nen und Bürger Haim­hausens stelle und gemein­sam mit den Ver­tre­tern der Gemein­de für die best­mög­li­che Lösung kämp­fen werde.

In Sach­sen-Anhalt hat die CDU bei den Land­tags­wah­len stark abge­schnit­ten. Wie blickst Du auf die Bundestagswahl?

Ich bin zuver­sicht­lich, weil sich gezeigt hat, dass Küm­mern mit Ergeb­nis höher geschätzt wird als reines Lamen­tie­ren. Durch unsere Prä­senz und Erfah­rung vor Ort können wir von der CSU Ver­än­de­run­gen pra­xis­taug­li­cher gestal­ten. Daher hoffe ich bei der Wahl im Sep­tem­ber wieder auf die Unter­stüt­zung der Haim­hau­ser Bür­ge­rin­nen und Bürger.