CSU Haimhausen besucht die alte Handelsstadt Wasserburg am Inn

CSU Haimhausen besucht die alte Handelsstadt Wasserburg am Inn

Italienisches Lebensgefühl mitten in Oberbayern“

Bei hochsommerlichen Temperaturen ging unser diesjähriger, traditioneller Tagesausflug in die lebendige oberbayerische Kleinstadt „Wasserburg am Inn“.

Schon der erste Kontakt mit dieser Stadt war beeindruckend: „das Brucktor“, das seit 1338 als Eingangstor an der Innbrücke urkundlich nachgewiesen ist.

Reisegruppe am Innufer – im Hintergrund das Brucktor

Reisegruppe am Innufer – im Hintergrund das Brucktor

Das Rathaus der Stadt Wasserburg am Inn wurde 1457 – 59 erbaut. Die Gliederung des eindrucksvollen, spätgotischen Baues orientiert sich an den Funktionen und Aufgaben der damaligen Stadtverwaltung.
Im großen Rathaussaal begrüßte 1. Bürgermeister Michael Kölbl, die Haimhauser Besuchergruppe und stellte seine Stadt vor.
Für junges Leben in der 13.000 Einwohner Stadt sorgen die Schüler und Studierenden so der Bürgermeister, die eine der 16 Schulen – vom Förderzentrum bis zur Fachhochschule für öffentliche Verwaltung – in Wasserburg besuchen. Während die Altstadt von zahlreichen Geschäften, Lokalen und Handwerksbetrieben geprägt ist so Bürgermeister Kölbl, haben sich vor den Toren der Stadt weltweit bekannte Großunternehmen wie die Firma Meggle und das Familienunternehmen Bauer angesiedelt und entwickelt. Sie sind zusammen mit den vielen Dienstleistern sowie den beiden Kliniken heute ein Garant für den Wohlstand der Stadt und des Umlandes.

Die historischen Rathaussäle wurden uns vom 3. Bürgermeister Otto Zwiefelhofer vorgestellt. Bekannt sind der „Große und der Kleine Rathaussaal“ aufgrund ihrer sehr aufwändigen und detailreichen Wandmalereien. Im Tanzhaus, dem heutigen „Großen Rathaussaal“ wurden von jeher Feste, Hochzeiten und Empfänge abgehalten so der 3. Bürgerm

von li nach re: Günther Kolbe, 1. Bürgermeister Michael Kölbl, CSU OV Claudia Kops, 3.Bürgermeister Otto Zwiefelhofer, 1. Bürgermeister Peter Felbermeier im Großen Rathaussaal

von li nach re: Günther Kolbe, 1. Bürgermeister Michael Kölbl, CSU OV Claudia Kops, 3.Bürgermeister Otto Zwiefelhofer, 1. Bürgermeister Peter Felbermeier im Großen Rathaussaal

eister. Die heutige Ausgestaltung erhielt dieser Raum in den Jahren 1902 – 1904, nachdem er beim Stadtbrand 1874 ausgebrannt war. Heute dient er unter anderem den bekannten Rathauskonzerten als stimmungsvoller Raum.
Der „Kleine Rathaussaal“ war der traditionsreiche Versammlungsort des Stadtrates früherer Jahrhunderte aber auch einiger Kreistage, denn Wasserburg war bis 1806 „baierische Kreisstadt“. Mit seinen unverändert erhaltenen Decken und Fresken von 1564 und den Schränken von 1666 ist er eine der Hauptsehenswürdigkeiten.

 Reisegruppe im Großen Rathaussaal  Bild von li nach re: Günther Kolbe, 3. Bürgermeister Otto Zwiefelhofer, 1. Bürgermeister Peter Febermeier, CSU OV und 2. Bürgermeisterin Claudia Kops 3.von re

Reisegruppe im Großen Rathaussaal Bild von li nach re: Günther Kolbe, 3. Bürgermeister Otto Zwiefelhofer, 1. Bürgermeister Peter Febermeier, CSU OV und 2. Bürgermeisterin Claudia Kops 3.von re

Das mittelalterlich geprägte Stadtbild mit seinen pastellbunten Fassaden, den malerischen Laubengängen und Arkadeninnenhöfen stellten uns bei einem Spaziergang durch die Altstadt unsere beiden charmanten und kompetenten Gästeführer vor. Von ihnen erfuhren wir „Geschichte und Geschichten“ rund um die alte Handelsstadt Wasserburg, die einzigartig in einer Flussschleife des Inns an der ehemaligen Salzhandelsstraße liegt. Die Altstadt liegt auf einer vom Inn fast vollständig – zu 7/8 – umflossenen Halbinsel, die nur über eine schmale Landzunge erreichbar ist. Besonders beeindruckt waren wir von der „Frauenkirche mit dem angebauten 65 Meter hohen Stadtturm“. Die 1324 urkundlich erwähnte Marktkirche und frühere Wallfahrtskirche ist der älteste noch erhaltene Kirchenbau in der Stadt. Von besonderer Bedeutung ist das um 1420 im Stil der „Schönen Madonnen“ entstandene gotische Gnadenbild der Muttergottes. Der Kirchturm ist der 65 Meter hohe ehemalige städtische Wachturm – deswegen das Stadtwappen mit dem Löwen am Turm.

Den krönenden Abschluss bildete der Besuch der Sommerbierkeller am Nachmittag unseres Tagesausflugs. Lebendig und eindrucksvoll erklärte unserer Reisegruppe der 3. Bürgermeister Otto Zwiefelhofer, die Geschichte der „Sommerbierkeller“ im Gebäude des ehemaligen Bruck-Bräu. Anschließend ging es durch das Labyrinth der sieben ehemaligen Sommerbierkeller. Die „Wasserburger Bierkatakomben“ sind ein tief in den Kellerberg hinein gegrabenes System aus Gewölben und Gängen, in dem ehemals Bier eingelagert wurde.

Bei herrlichem Sommerwetter erlebten wir in Wasserburg ein mediterranes Lebensgefühl, das nördlich der Alpen nicht oft zu finden ist. „Italien war ganz nah“.