Ascherdonnerstag” in Karlsfeld — der Wahlkampf hat begonnen

links: Fami­lie Schind­ler, oben: Fami­lie Mül­ler, Fami­lie Hachin­ger, Gün­ter Kol­be, unten: Fami­lie Horn, Micha­el Nie­der­mair, Clau­dia Kops

Am “Ascher­don­ners­tag”, den 15. Febru­ar 2018 fand das tra­di­tio­nel­le Fisch­essen in Karls­feld statt. Die CSU-Haim­hau­sen war mit elf Mit­glie­dern vor Ort.

Als Fest­red­ner tra­ten Kat­rin Staff­ler, MdB, Bern­hard Sei­de­nath, MdL und Josef Mede­rer auf.

Kat­rin Staff­ler ging in Ihrer Rede auf den Koali­ti­ons­ver­trag ein. Dabei bedau­er­te sie, dass der “Drit­te Punkt” für die Müt­ter­ren­te nicht kom­plett umge­setzt wer­den konn­te — “wir arbei­ten aber wei­ter dar­an”. Wei­te­re The­men waren der Fami­li­en­nach­zug, der wei­ter aus­ge­setzt bleibt, die Wohn­rau­m­of­fen­si­ve (1,5 Mio Euro in den nächs­ten vier Jah­ren für neue Woh­nun­gen vom Bund). Sie bedau­er­te, dass nun das Finanz­mi­nis­te­ri­um in der Hand der SPD ist — “wir müs­sen dar­auf ach­ten, dass die Grund­sät­ze kei­ne neue Schul­den, Soli abschaf­fen und kei­ne neu­en Steu­er­be­las­tun­gen ein­ge­hal­ten wer­den. Zum Schluss stell­te Sie noch kurz die bei­den Aus­schüs­se vor, in die sie beru­fen wur­de: Bil­dung und For­schung, der bei­spiels­wei­se auch für Digi­ta­li­sie­rungs-The­men ver­ant­wort­lich zeich­net und Aus­schuss für Ange­le­gen­hei­ten der Euro­päi­schen Uni­on.

Bern­hard Sei­de­nath hat mit sei­ner Rede gezeigt, dass der Land­tags­wahl­kampf schon eröff­net ist. “Bei den ande­ren Par­tei­en sieht es zap­fen­dus­ter aus”: Die FDP hat die Ziel­ge­ra­de ver­las­sen, die Grü­nen gefal­len sich in der Oppo­si­ti­on, jede Stim­me für die AfD ist eine ver­lo­re­ne Stim­me, man kauft hier die Kat­ze im Sack. Bei der SPD stell­te er sich die Fra­ge, ob die­se wirk­lich regie­ren wol­len, bei ihr kommt zuerst die Par­tei, dann das Land. Die Frei­en Wäh­ler wis­sen erst recht nicht, was sie wol­len, man kann da genau­so gut eine Glas­ku­gel befra­gen.
“Die CSU hat mehr als 60 Jah­re in Bay­ern gut regiert, wir sind vom Armen­haus nach dem Krieg zum Cham­pi­on in Euro­pa gewor­den”. “Bay­ern ist unser Maß­stab und muss es blei­ben”.
Zum Schluss sei­ner Rede stell­te er den 10-Punk­te Kata­log des desi­gnier­ten Minis­ter­prä­si­den­ten Mar­kus Söder vor.

Als letz­ter Red­ner stell­te Josef Mede­rer die Auf­ga­ben und Zie­le des Bezir­kes dar.

von li nach re: Bür­ger­meis­ter Ste­fan Kol­be, Land­rat Ste­fan Löwl, Josef Mede­rer, Kat­rin Staff­ler, MdB, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Bernd Wan­ka, Orts­vor­sit­zen­der Chris­ti­an Bie­ber­le, Bern­hard Sei­de­nath, MdL

Neujahrsempfang der CSU Haimhausen

Ehren­gast und Fest­red­ner war am Sonn­tag, den 28. Janu­ar 2018 auf dem tra­di­tio­nel­len Neu­jahrs­emp­fang der CSU Haim­hau­sen Staats­mi­nis­ter a.D. Dr. Tho­mas Gop­pel, MdL.
Die gro­ße Schar ehren­amt­lich täti­ger Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger hat Anspruch auf unser aller Aner­ken­nung und Wert­schät­zung. Von Sei­ten der CSU Haim­hau­sen wird die­se Wert­schät­zung durch die Ein­la­dung zum heu­ti­gen Neu­jahrs­emp­fang aus­ge­drückt so die CSU Orts­vor­sit­zen­de in ihrer Begrü­ßung.
Rund 300 Gäs­te konn­te Clau­dia Kops, — auch im Namen von der FU Orts­vor­sit­zen­den Ange­li­ka Dudy­ka, SEN Orts­vor­sit­zen­den Jür­gen Schind­ler und JU Orts­vor­sit­zen­den Katha­ri­na Neu­mann – beim tra­di­tio­nel­len Neu­jahrs­emp­fang der CSU im Audi­to­ri­um der Bava­ri­an Inter­na­tio­nal School will­kom­men hei­ßen.
Neben zahl­rei­chen Gäs­ten aus den meis­ten Land­kreis­ge­mein­den und auch aus Nach­bar­land­krei­sen waren unter ihnen auch vie­le ehren­amt­lich Täti­ge.

Der Mensch ver­mehrt sein Glück in dem Maße, in wel­chem er es ande­ren ver­schafft“, ich fand die­ses Zitat von Jere­my Ben­t­ham pas­send so Clau­dia Kops, für den heu­ti­gen Abend, für das noch so jun­ge Jahr, für ein von mir gewünsch­tes Mit­ein­an­der in 2018 in unse­rem Land, im Land­kreis und für unser Haim­hau­sen.
In ihrer dies­jäh­ri­gen Begrü­ßungs­re­de, galt der Orts­vor­sit­zen­den „das beson­de­re Augen­merk den Frau­en“, die sta­tis­tisch gese­hen deut­lich weni­ger Zeit in ihre ehren­amt­li­che Tätig­keit ein­brin­gen kön­nen als Män­ner auf­grund ihrer Drei­fach­be­las­tung aus frei­wil­li­ger öffent­li­cher, beruf­li­cher und fami­liä­rer Arbeit. Neben 70 Jah­re Frau­en Uni­on, ging Clau­dia Kops auch auf die ehren­amt­li­chen Tätig­kei­ten der Frau­en in der Nach­bar­schafts­hil­fe, Müt­ter-Väter­be­ra­tung, Mit­ein­an­der — Für­ein­an­der und in der Flücht­lings­hil­fe ein. Edda Drit­ten­preis vom BRK Dach­au, die vor 16 Jah­ren die Dach­au­er Tafel gegrün­det und den BRK Klei­der­la­den ins Leben geru­fen hat, wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr mit der „gol­de­nen Bür­ger­me­dail­le“ der Stadt Dach­au für ihren 50-jäh­ri­gen Ein­satz an bedürf­ti­ge Bür­ger aus­ge­zeich­net. Von Sei­ten der CSU Haim­hau­sen bekam sie dafür am Neu­jahrs­emp­fang einen Blu­men­strauß über­reicht.
Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er, ging in sei­nem Gruß­wort auf den Bür­ger­ent­scheid vom Sep­tem­ber 2009 – den Aus­bau und die Erneue­rung der his­to­ri­schen Lin­den­al­lee ein, deren pünkt­li­che Fer­tig­stel­lung am 18. Novem­ber 2017 mit einem Stra­ßen­fest gefei­ert und im Anschluss dem Ver­kehr über­ge­ben wur­de. Auch der Geh- und Rad­weg nach Amper­moching im Rah­men der inter­kom­mu­na­len Zusam­men­ar­beit mit der Gemein­de Haim­hau­sen wur­de im ver­gan­ge­nen Okto­ber ein­ge­weiht. Wei­ter ging Bür­ger­meis­ter Fel­ber­mei­er auf die Ein­wei­hung des Kin­der­hau­ses St. Niko­laus im Juli die­sen Jah­res ein sowie die Eröff­nung eines Natur­kin­der­gar­tens am Heigl-Wei­her für 20 Kin­der und sprach die nahen­de Fer­tig­stel­lung der Gene­ral­sa­nie­rung der Grund- und Mit­tel­schu­le an.
In sei­ner Fest­re­de hielt Dr. Tho­mas Gop­pel ein Plä­doy­er für die Fami­lie. Kin­der wüch­sen anders auf, wenn sie in der Zahl ihrer Bezugs­per­so­nen nicht über­for­dert wür­den: „Mut­ter und Vater sind nicht zu erset­zen.“ Als Prä­si­dent des Musik­rats lob­te Gop­pel nicht nur das gran­dio­se Spiel der Haim­hau­ser Dorf­mu­sik unter der Lei­tung ihrer Diri­gen­tin Emma Mor­ris, son­dern erin­ner­te auch an die Pro­ble­me vie­ler Ver­ei­ne, Men­schen zu fin­den, die Ver­ant­wor­tung über­neh­men wol­len. Dabei sei in Bay­ern schon jetzt fast jeder Zwei­te ehren­amt­lich enga­giert, häu­fig sogar an zwei oder mehr Posi­tio­nen. „Die­sen Schatz müs­sen wir uns bewah­ren.“
Als wich­ti­ge Bot­schaf­ten gab der frü­he­re Staats­mi­nis­ter, der nun seit 44 Jah­ren dem Baye­ri­schen Land­tag ange­hört, den Zuhö­rern mit auf den Weg: „Die Beru­fe, die mit dem Herz arbei­ten, sind in den letz­ten 40 Jah­ren stief­müt­ter­lich unter­schätzt wor­den. Jun­ge Leu­te soll­ten in der Schu­le Gemein­schafts­ak­ti­vi­tä­ten ler­nen: die sozia­le Welt und nicht nur die Wis­sen­schafts­welt“. Auch dür­fe die christ­li­che Gemein­schaft als Urge­mein­schaft nicht ver­lo­ren gehen. Dabei müs­se sie ler­nen mit ande­ren Schrit­ten zu gehen. In die­sem Zusam­men­hang kri­ti­sier­te Dr. Gop­pel, Kar­di­nal Rein­hard Marx und Lan­des­bi­schof Hein­rich Bed­ford-Strohm dafür, dass sie ihr Kreuz ableg­ten, als sie durch Jeru­sa­lem lie­fen.
CSU Kreis­vor­sit­zen­der und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Bern­hard Sei­de­nath bedank­te sich in sei­nem Schluss­wort bei Gop­pel für sei­ne „klu­ge Rede“. Sei­de­nath erin­ner­te an die Jubi­lä­en, die im Jahr 2018 gefei­ert wür­den: 100 Jah­re Frei­staat Bay­ern sowie 100 Jah­re Ende des Ers­ten Welt­kriegs. Damals in der Zeit der Revo­lu­ti­on, habe in Bay­ern blan­ke Not geherrscht. Wie die meis­ten ande­ren Men­schen auf die­ser Welt wären unse­re Vor­fah­ren froh, wenn sie so leben könn­ten wie die Bay­ern im Jahr 2018: mit einer sta­bi­len Demo­kra­tie, mit dem Gefühl von Sicher­heit, einer her­vor­ra­gen­den medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung, nied­ri­ger Arbeits­lo­sig­keit sowie mit einer reich­hal­ti­gen und gesun­den Natur und Umwelt. Bay­ern ist nach Sei­de­naths Wor­ten aber auch gut gerüs­tet, wenn die Zei­ten wie­der schwie­ri­ger wer­den wür­den.
Das schon zur Tra­di­ti­on gewor­de­ne Gast­ge­schenk – ein Aqua­rell von Dr. Andre­as Schrö­der – erhielt Dr. Tho­mas Gop­pel von Clau­dia Kops, Bern­hard Sei­de­nath und Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er. In die­sem Jahr zeigt es die „Kir­che St. Ulrich in Ere­sing“.


Nach dem offi­zi­el­len Teil der mit der Bay­ern­hym­ne und dem Deutsch­land­lied been­det wur­de, misch­te sich Dr. Gop­pel im Foy­er und der Cafe­te­ria der Bava­ri­an Inter­na­tio­nal School unter die Gäs­te um mit ihnen ins Gespräch zu kom­men.