15. und 18. Sep­tem­ber: Bür­ger­ter­mi­ne vor der Bundestagswahl

Mitt­woch, 15. Sep­tem­ber um 19 Uhr online und in der Kulturkreiskneipe:

Ener­gie­wen­de am Ort

Dis­kus­si­ons­run­de mit unse­rer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Katrin Staff­ler und ört­li­chen Exper­ten. Anmel­dung zur Online-Teil­nah­me per QR-Code:

Sie erhal­ten einen Link zur Teil­nah­me an der Video­kon­fe­renz. Je nach den dann gül­ti­gen Corona-Regeln ist auch eine Teil­nah­me in der Kul­tur­kreis­knei­pe möglich.

 

 


Sams­tag, 18. Sep­tem­ber vor den Bäcke­rei­en May­er­ba­cher und Polz:
CSU-Info­stän­de mit Katrin Staffler.
(unter Corona-Vorbehalt)

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuer Betrei­ber für den Nah­kauf-Markt in Haimhausen

R. Deger:

Herz­lich will­kom­men in Haim­hausen. Sie über­neh­men den Nah­kauf-Markt in der Orts­mit­te. Können Sie sich kurz vorstellen?

Y. Sadat:

Gerne, ich freue mich auf Haim­hausen und die Kunden des ört­li­chen Ein­zel­han­dels. Ich heiße Yama Sadat, wohne in Eching, bin 44 Jahre alt, ver­hei­ra­tet und habe zwei Kinder (5 und 8 Jahre). Im Ein­zel­han­del bin ich seit 5 Jahren tätig, zuletzt in München.

Wie sind Sie auf Haim­hausen gekommen?

Der bis­he­ri­ge Betrei­ber wollte alters­be­dingt auf­hö­ren, und ich bin über den Ver­mie­ter darauf auf­merk­sam gewor­den. Ich habe mir das dann näher ange­schaut und bin über­zeugt von der Ein­kaufs­mög­lich­keit mitten im Ort.

Blei­ben die bis­he­ri­gen Öffnungszeiten? 

Wir öffnen wie bisher Montag bis Frei­tag von 8 bis 19 Uhr und sams­tags am Nach­mit­tag zwei Stun­den länger von 7.30 Uhr bis 16 Uhr. Am Sams­tag, den 31. Juli schließt der bis­he­ri­ge Betrei­ber und wir eröff­nen am Don­ners­tag, den 5. August um 8 Uhr, wenn alles klappt.

Blei­ben Geschäft und Sor­ti­ment gleich?

Zunächst ja. Ich bin sehr kun­den­ori­en­tiert und werde mir nach den ersten Wochen über­le­gen, wie man noch besser anbie­ten kann, viel­leicht auch in Ver­bin­dung mit einer Erwei­te­rung der Haus­halts­ar­ti­kel und Getränkeauswahl.

Was wün­schen Sie sich von den Haimhausern?

Kommen Sie gerne vorbei, damit wir uns per­sön­lich ken­nen­ler­nen und die Bedürf­nis­se ver­ste­hen. Und wir suchen drin­gend Mitarbeiter.

Herr Sadat, wir freuen uns, wün­schen Ihnen einen guten Start und viel Erfolg!

 

 

Im Bun­des­tag für Dachau und Fürs­ten­feld­bruck: Katrin Staffler

Vier Jahre Abge­ord­ne­te im Bun­des­tag – wie viel bist Du in Berlin?

In den Sit­zungs­wo­chen bin ich mon­tags bis frei­tags in Berlin, ansons­ten bin ich hier im Wahl­kreis unterwegs.

Nach dem Abitur in Dachau hast Du an der TU Mün­chen den Master in Bio­che­mie gemacht. Hilft Dir das im Bundestag?

Enorm! Im Aus­schuss für Bil­dung, For­schung und Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung küm­mern wir uns z.B. um die Impf­for­schung für Corona. Mein Stu­di­um hilft, den wis­sen­schaft­li­chen Hin­ter­grund zu ver­ste­hen und Ent­schei­dun­gen zu treffen.

Katrin Staff­ler, MdB, im Gespräch mit Peter Fel­ber­mei­er und Dr. Rupert Deger

Kannst Du ein Bei­spiel für Bil­dung nennen?

Für die beruf­li­che Bil­dung haben wir das Berufs­bil­dungs­ge­setz moder­ni­siert und das Auf­stiegs-BAföG mit 350 Mil­lio­nen Euro gestärkt, um die duale Aus­bil­dung zu einem noch attrak­ti­ve­ren Kar­rie­re­weg zu machen.

Und wie läuft es im Aus­schuss für die Euro­päi­sche Union?

Ein großer Erfolg war die Eini­gung beim EU-Haus­halt. Dies und der euro­päi­sche Auf­bau­plan, der unter der deut­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft beschlos­sen wurde, brin­gen uns voran beim Kli­ma­schutz, in der Migra­ti­ons­po­li­tik, im For­schungs­be­reich und beim Wie­der­auf­bau nach der Corona-Pandemie.

Wie ist die Stim­mung – sind wir eher die Bürger von Europa, oder nur die Nutzer?

Ich fühle mich zuerst als Bür­ge­rin Euro­pas und bin über­zeugt, dass Erfolg und Zukunft Deutsch­lands von der EU abhän­gen. Das betrifft uns in so vielen all­täg­li­chen Dingen. Spä­tes­tens seit Corona wissen wir die — vor­über­ge­hend ein­ge­schränk­te — Rei­se­frei­heit in Europa zu schätzen.

Du küm­merst Dich viel um die Mittel- und Berufs­schu­len. Haben wir in Zukunft genü­gend qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te, und nicht nur Akademiker?

Aka­de­mi­sche und beruf­li­che Bil­dung sind nicht gleich­ar­tig, sie sind aber gleich­wer­tig. Dieses Ver­ständ­nis brau­chen wir alle für eine erfolg­rei­che wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung. Kräfte mit abge­schlos­se­ner Berufs­aus­bil­dung fehlen am häu­figs­ten. Dafür haben wir die Alli­anz für Aus- und Wei­ter­bil­dung erneu­ert, mit der Bund, Bun­des­agen­tur für Arbeit, Wirt­schaft, Gewerk­schaf­ten und Länder mehr junge Men­schen für einen Aus­bil­dungs­be­ruf gewin­nen möchten.

Der Wind­strom aus dem hohen Norden kommt. Wie kannst Du uns helfen, damit die Super­mas­ten nicht ent­lang der Hoch­stra­ße von Inhau­sen nach Otters­hau­sen verlaufen?

Für unsere siche­re Strom­ver­sor­gung brau­chen wir leis­tungs­fä­hi­ge Netze. Daran zwei­felt nie­mand.  Schon vori­ges Jahr habe ich mich für die süd­li­che Vari­an­te aus­ge­spro­chen, da sie die Ent­wick­lung Haim­hausens weni­ger ein­schränkt und zumeist grö­ße­re Abstän­de zur Wohn­be­bau­ung hat. Nun beginnt das for­mel­le Raum­ord­nungs­ver­fah­ren, in dem ich mich weiter an die Seite der Bür­ge­rin­nen und Bürger Haim­hausens stelle und gemein­sam mit den Ver­tre­tern der Gemein­de für die best­mög­li­che Lösung kämp­fen werde.

In Sach­sen-Anhalt hat die CDU bei den Land­tags­wah­len stark abge­schnit­ten. Wie blickst Du auf die Bundestagswahl?

Ich bin zuver­sicht­lich, weil sich gezeigt hat, dass Küm­mern mit Ergeb­nis höher geschätzt wird als reines Lamen­tie­ren. Durch unsere Prä­senz und Erfah­rung vor Ort können wir von der CSU Ver­än­de­run­gen pra­xis­taug­li­cher gestal­ten. Daher hoffe ich bei der Wahl im Sep­tem­ber wieder auf die Unter­stüt­zung der Haim­hau­ser Bür­ge­rin­nen und Bürger.

 

 

 

Alle für alle: Impfen und Testen gegen Corona

Clau­dia Kops (2.v.l.) befragt Apo­the­ker Uwe Sand­ner, AVZ-Ärztin Dr. Sandra Klan und Land­rat Stefan Löwl (v.l.)

C. Kops: Wie kommen wir aus der Corona-Krise heraus?

Dr. Klan: Wir müssen zügig weiter impfen, mit dem Ziel der Her­denim­mu­ni­tät. Im AVZ wird seit Ostern bera­ten, effek­tiv prio­ri­siert und geimpft. Bis zum Errei­chen einer Impf­quo­te von 70% soll­ten weiter die Test­stra­te­gien umge­setzt, die AHA-Regeln und Kon­takt­be­schrän­kun­gen ein­ge­hal­ten werden.

Erreicht das Impfen alle?

S. Löwl: Am 20. Mai waren es schon über 70.000 Erst­imp­fun­gen auf knapp 155.000 Ein­woh­ner. Der Land­kreis-Impf­tur­bo mit 8.000 Extra-Dosen hob die Erst­imp­fun­gen der­zeit um 5%-Punkte über den Schnitt. Alle im Team aus Impf- und Test­zen­tren, Ämtern, Kli­ni­ken, Arzt­pra­xen und Apo­the­ken zeigen ein super Enga­ge­ment. Wir werden wohl bis spä­tes­tens Ende Juni allen im Land­kreis Dachau ein Ange­bot für die Erst­imp­fung machen können.

Wie gehen Schnell­tests im Alltag?

U. Sand­ner: Wenn man für Geschäf­te, Fri­seur, Kino, Lokale usw. Schnell­tests braucht, besucht man www​.test​zen​trum​-dachau​.de, um recht­zei­tig einen Termin zu buchen. Es geht auch tele­fo­nisch. Bitte alle Stand­or­te in Betracht ziehen. Zusätz­lich gibt es Schnell­tests in den Arzt­pra­xen. Das Ergeb­nis gilt 24 Stunden.

Und die PCR-Tests?

Dr. Klan: Der PCR-Test erkennt mit 94% Sicher­heit einen Infi­zier­ten und kann auch Virus­va­ri­an­ten detek­tie­ren. Die Schnell­tests sind vor allem am Anfang und Ende einer Infek­ti­on bei gerin­ger Virus­last unge­nau­er. Zudem muss jeder posi­ti­ve Schnell­test durch einen PCR-Test bestä­tigt werden. PCR-Tests erfol­gen im Test­zen­trum Markt Inders­dorf und bei uns im AVZ.

Was, wenn ich noch nicht geimpft bin?

S. Löwl: Ganz wich­tig ist die Anmel­dung, ent­we­der im Inter­net unter www​.impf​zen​tren​.bayern oder tele­fo­nisch unter 116 117. Wer am Com­pu­ter nicht so fit ist, sollte sich von Ange­hö­ri­gen oder nahe­ste­hen­den Per­so­nen helfen lassen. Geimpft wird im für Haim­hausen zustän­di­gen Impf­zen­trum Dachau, bei Son­der­impf­ak­tio­nen wie „Impf in den Mai“ oder „Vater­tags­imp­fen“, oder natür­lich auch beim Hausarzt.

Brau­chen wir noch Maske, Abstand und Handhygiene?

U. Sand­ner: Das gilt weiter für alle. Man darf sich nicht in fal­scher Sicher­heit wiegen, auch wenn man geimpft ist oder die Anste­ckungs­zah­len wieder nied­ri­ger ausfallen.

Was ist Ihre Mei­nung zu den Corona-Apps?

S. Löwl: Die Corona-Warn-App warnt vor Risi­ko­kon­tak­ten und holt PCR-Test­ergeb­nis­se zeit­nah auf das Handy. Je mehr geöff­net wird, desto wich­ti­ger werden die Apps zur Kon­takt­nach­ver­fol­gung (z. B. Luca, Dar­fich­rein), um ein erneu­tes Infek­ti­ons­ge­sche­hen schnell ein­däm­men zu können.

Was steht aus Ihrer Sicht an?

Dr. Klan: Wir müssen so schnell wie mög­lich allen Impf­be­rei­ten ein Impf­an­ge­bot machen und ver­un­si­cher­te Pati­en­ten auf­klä­ren. Bald wird wohl der Impf­stoff von Bio­n­Tech ab 12 Jahren zuge­las­sen, sodass auch Kinder und Jugend­li­che mehr Frei­hei­ten zurück erhalten.

U. Sand­ner: Das Impf­an­ge­bot zu nutzen ist das A und O, sonst hat man irgend­wann eine Infek­ti­on sicher. Alle soll­ten weiter nicht nur an sich denken, die eigene Dis­zi­plin hilft allen.

S. Löwl: Dann bin ich guter Hoff­nung, dass wir einen schö­nen Sommer mit vielen nun so lange ver­miss­ten Akti­vi­tä­ten genie­ßen können. Wich­tig im Alltag werden der digi­ta­le Impf­pass und digi­ta­le Test­nach­wei­se. Vieles wird in der „neuen Nor­ma­li­tät“ nur den drei „G´s“ offen stehen – Gene­se­nen, Geimpf­ten oder Getesteten.