Die Würde eines Menschen wahren“

Eine Infor­ma­ti­ons­fahrt zum Danu­vi­us Haus Peters­hau­sen orga­ni­sier­te die CSU Haim­hausen Ende Mai.

Das Danu­vi­us Haus, das im Juni 2016 eröff­net wur­de, ist eine Ein­rich­tung für Men­schen mit Demenz­er­kran­kung und sieht sei­nen Auf­ga­ben­schwer­punkt dar­in, Men­schen mit die­ser Erkran­kung einen Lebens­raum zu schaf­fen, der die Selb­stän­dig­keit des Ein­zel­nen bei­be­hält. Das Kon­zept ist so beson­ders wie jeder ein­zel­ne Bewoh­ner.
Im Ein­gangs­be­reich wur­de die Haim­hauser Besu­cher­grup­pe (unter ihnen Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er und Stimm­kreis­ab­ge­ord­ne­ter Bern­hard Sei­de­nath) von der Ein­rich­tungs­lei­te­rin Chris­ti­ne Rich­ter und der Pfle­ge­dienst­lei­te­rin Frau Hengst freund­lich emp­fan­gen und begrüßt. Im Bespre­chungs­raum des Hau­ses infor­mier­te Frau Rich­ter die Haim­hauser Gäs­te über das Kon­zept der Pfle­ge und Betreu­ung sowie über das Woh­nen und Leben im Danu­vi­us Haus und von der Ver­pflich­tung, Men­schen ein Zuhau­se zu schaf­fen, dass sie bis zum Ende beglei­tet. Dass Danu­vi­us Haus wird auch ein Ort des Ster­bens, an dem die Bewoh­ner am Ende pal­lia­tiv beglei­tet wer­den. Das pfle­gen­de Team ist spe­zi­ell für Demenz­er­kran­kun­gen aus­ge­bil­det. Der­zeit küm­mern sich 110 Mit­ar­bei­ter um 105 Bewoh­ner. Peters­hau­sen ist nach Ingol­stadt bereits das zwei­te Haus als Pfle­ge­heim. Außer­dem gibt es Danu­vi­us Kli­ni­ken in Neu­burg und Pfaf­fen­ho­fen.
Nach der inter­es­san­ten Ein­füh­rung führ­ten die bei­den Damen die Besu­cher­grup­pe durch das Haus und infor­mier­ten dabei über die räum­li­che Gestal­tung des Hau­ses. Von der ruhi­gen Atmo­sphä­re waren dabei alle begeis­tert. Da Demenz­kran­ke oft einen enor­men Bewe­gungs­drang haben so die Ein­rich­tungs­lei­te­rin, bil­den die ring­för­mig ange­ord­ne­ten Zim­mer einen offe­nen Wan­del­gang zum Spa­zie­ren. Sehr beein­druckt hat die Besu­cher­grup­pe der herr­lich ange­leg­te Gar­ten im Innen­hof sowie der Kunst­the­ra­pie­raum in dem von den Bewoh­nern beein­dru­cken­de Bil­der gemalt wer­den.
Der­zeit befin­det sich im Danu­vi­us Haus eine Aus­stel­lung des „Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge“ mit dem Titel „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“ die der Stimm­kreis­ab­ge­ord­ne­te Bern­hard Sei­de­nath, der Besu­cher­grup­pe am Ende des Rund­gangs vor­stell­te.
Mit einem Geschenk bedank­te sich die CSU Orts­vor­sit­zen­de Clau­dia Kops, bei Frau Rich­ter für den herz­li­chen Emp­fang und den so beein­dru­cken­den Nach­mit­tag im Haus und wünsch­te dem Danu­vi­us Team wei­ter­hin alles Gute für ihre so wert­vol­le Arbeit, deren Anlie­gen es ist: „Die Wür­de eines Men­schen wah­ren, in dem wir ihn respekt­voll und wert­schät­zend begeg­nen und sein „So sein“ aner­ken­nen und akzep­tie­ren“.

Radeln mit dem Bürgermeister

Zu einer wei­te­ren Rad­tour durch die Orts­tei­le mit Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er lud die CSU Haim­hausen Mit­te Mai inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein.
Bei ange­neh­men Früh­lings­tem­pe­ra­tu­ren begrüß­ten CSU Orts­vor­sit­zen­de Clau­dia Kops und Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er die Teil­neh­mer vor dem Rat­haus. Im Anschluss an die Begrü­ßung setz­te sich die Fahr­rad­grup­pe auch schon in Bewe­gung Rich­tung Otters­hau­sen. Vor­bei an der Otters­hau­ser Kir­che St. Jako­bus und St. Ste­phan ging es zum ers­ten Etap­pen­ziel, dem Bau­ge­biet Moos­wie­sen. Hier ent­stand ein klei­ner Natur­park als Aus­gleichs­flä­che für Boden­ver­sie­ge­lun­gen durch Bau­vor­ha­ben der Gemein­de Haim­hausen. Auf 11.000 qm füh­ren ver­schlun­ge­ne Wege zwi­schen Was­ser­flä­chen und hei­mi­schen Pflan­zen – die gera­de in ihrer vol­len Blü­te erstrah­len – ent­lang der Müh­len­stra­ße. Da die Aus­gleichs­flä­che grö­ßer ist als das Bau­ge­biet Moos­wie­sen erfor­dert, bleibt auf dem Öko-Kon­to der Gemein­de ein Gut­ha­ben so Bür­ger­meis­ter Fel­ber­mei­er.
Wei­ter ging es Rich­tung Unter­schleiß­hei­mer See.
Etwas abwe­gig des See­ge­län­des kam die Fahr­rad­grup­pe zu einer gro­ßen Wie­se die zum Gewäs­ser­ent­wick­lungs­kon­zept für die Gewäs­ser III. Ord­nung im Gemein­de­ge­biet Haim­hausen gehö­ren. Hier­zu infor­mier­te Bür­ger­meis­ter Fel­ber­mei­er, dass die Gewäs­ser nach ihrer Grö­ße in drei Kate­go­ri­en unter­teilt sind. Da die Gewäs­ser III. Ord­nung der Unter­halts­ver­pflich­tung der Gemein­den unter­lie­gen, hat der Gemein­de­rat beschlos­sen, ein Gewäs­ser­ent­wick­lungs­kon­zept für die Gewäs­ser III. Ord­nung in Auf­trag zu geben an das Büro „für öko­lo­gi­sche Feld­for­schung, Natur­schutz und Land­schafts­pla­nung“, das umfang­rei­che Kennt­nis­se und Erfah­run­gen ins­be­son­de­re auch im Bereich des Dach­au­er Moo­ses hat.
Wei­ter ging die Fahrt über Wie­sen und Fel­der in den Orts­teil Inhau­ser Moos.
Am Ran­de der B13 erklär­te Bür­ger­meis­ter Fel­ber­mei­er anhand eines Plans die anste­hen­den Bau­maß­nah­men des Aus­baus der A 92 und B 13. Die Grup­pe erfuhr u.a. vom Bür­ger­meis­ter, dass ein Flüs­ter­asphalt ver­wen­det wird, der die Lärm­be­las­tung min­dern soll. Zusätz­lich wer­den Lärm­schutz­wäl­le und –wän­de ein­ge­setzt. Somit sol­len fast alle Gebäu­de im Inhau­ser Moos die gefor­der­ten Lärm­wer­te errei­chen.
Die letz­te Etap­pe der Rad­tour führ­te vor­bei an der „Mari­en­kir­che Inhau­sen“ zum „Kra­mer Kreuz“ und hin­über zum „Grund­feld“. Hier wur­de die Anfang Dezem­ber 2017 von der Deut­schen Glas­fa­ser auf­ge­stell­te und in Betrieb genom­me­ne „zen­tra­le Ver­tei­lungs­sta­ti­on „PoP“ besich­tigt.
Eine Rad­tour bei herr­li­chem Früh­lings­tem­pe­ra­tu­ren die allen sehr viel Spaß gemacht hat.

CSU-Haimhausen auf dem Indersdorfer Volksfest mit Dr. Markus Söder

Am Mon­tag, den 14. Mai 2018 fand im Fest­zelt in Markt Inders­dorf die Rede von Dr. Mar­kus Söder statt, bei der die CSU-Haim­hausen mit über 20 Per­so­nen teil­ge­nom­men hat. Ins­ge­samt fan­den sich über 1900 Besu­cher ein. Umrahmt von der Musik­ka­pel­le Inders­dorf schlug der Minis­ter­prä­si­dent in sei­ner lau­ni­gen Rede einen wei­ten the­ma­ti­schen Bogen über sei­ne poli­ti­schen Zie­le, Anschau­un­gen und Plä­ne. Durch sei­ne teils humor­vol­le, span­nen­de und wei­test­ge­hend frei gehal­te­ne Rede begeis­ter­te er das Publi­kum, das ihn immer wie­der mit viel Applaus unter­brach. Eine gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung mit einem „volks­na­hen Minis­ter­prä­si­den­ten“.

Micha­el Nie­der­mair, CSU-Haim­hausen

Patientenverfügung — Informationen aus kompetenter Hand

Das The­ma Pati­en­ten­ver­fü­gung wird immer wich­ti­ger und hat für Einen per­sön­lich ent­schei­den­de Aus­wir­kun­gen. Das Aus­fül­len der For­mu­la­re, ohne ent­schei­den­des Hin­ter­grund­wis­sen, ist nicht wirk­lich ein­fach.

Aus die­sem Grund ver­an­stal­te­te die CSU Haim­hausen am 2. Mai 2018 zu die­sem The­ma einen Vor­trag mit anschlie­ßen­der Fra­ge­run­de im voll­ge­füll­ten Neben­raum der Gast­wirt­schaft „Zur Post“. Neben dem Refe­ren­ten Rechts­an­walt Dr. Domi­nik Härtl, Fach­an­walt für Fami­li­en­recht aus Dach­au, freu­te sich CSU Orts­vor­sit­zen­de Clau­dia Kops, die so zahl­reich erschie­nen Gäs­te – unter ihnen Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er, Micha­el Nie­der­mair, Kreis­vor­sit­zen­der des Arbeits­kreis Bil­dung und Schu­le, sowie den Senio­ren Uni­on Orts­vor­sit­zen­der Jür­gen Schind­ler begrü­ßen zu dür­fen.

Zur Ein­füh­rung stell­te Dr. Härtl die Unter­schie­de zwi­schen den Berei­chen „Vor­sor­ge­voll­macht“, „Betreu­ungs­ver­fü­gung“, „Pati­en­ten­ver­fü­gung“ und „Ver­fü­gung von Todes wegen“ dar, wobei das Tes­ta­ment nicht Teil des Vor­tra­ges war. Sehr betont hat der Exper­te, dass es sehr wich­tig ist, sich mit die­sem The­ma zu beschäf­ti­gen und recht­zei­tig mit sei­nen ver­trau­ten Per­so­nen dar­über zu spre­chen – vie­le ver­drän­gen das The­ma und wol­len sich damit nicht kon­kret befas­sen. Wenn der Ernst­fall ein­ge­tre­ten ist, ist es zu spät und dann kann vom Gericht ein Betreu­er bestellt wer­den, den man evtl. nicht will.

Vor­sor­ge­voll­macht: Wer wird mein Stell­ver­tre­ter, wenn ich nicht mehr ent­schei­den kann?
Betreu­ungs­ver­fü­gung: Wer wird mein Betreu­er bzw. wer soll auf kei­nen Fall mein Betreu­er wer­den?
Pati­en­ten­ver­fü­gung: Wel­che ärzt­li­chen Ein­grif­fe möch­te ich bzw. wel­che möch­te ich auf gar kei­nen Fall?
Tes­ta­ment: Wer wird mein Erbe?

So wird in der Vor­sor­ge­voll­macht gere­gelt, wer als Ver­trau­ens­per­son in mei­nem Namen han­delt. Zu beach­ten ist, dass für Grund­stücks­ver­käu­fe etc. zusätz­lich eine nota­ri­el­le Beur­kun­dung not­wen­dig ist. Eini­ge Ban­ken ver­lan­gen eine zusätz­li­che Voll­macht auf ihren eige­nen For­mu­la­ren und erken­nen die Vor­sor­ge­voll­macht so nicht an.
Die Betreu­ungs­ver­fü­gung ist in der Regel alter­na­tiv zur Vor­sor­ge­voll­macht vor­ge­se­hen. Der wesent­li­che Unter­schied zur Vor­sor­ge­voll­macht ist, dass der Betreu­er vom Gericht kon­trol­liert wird und bestimm­te Maß­nah­men der Geneh­mi­gung durch das Gericht erfor­dern, was natür­lich Kos­ten ver­ur­sacht.
Die Pati­en­ten­ver­fü­gung ist eine ver­bind­li­che Anwei­sung an Ärz­te, wel­che Maß­nah­men gewünscht (soweit nicht ver­bo­te­nes Ver­hal­ten ver­langt wird) bzw. wel­che Maß­nah­men strikt abge­lehnt wer­den, z.B. will man künst­lich ernährt wer­den, wenn man nach einem schwe­ren Unfall im Koma liegt und wenig Hoff­nung auf Bes­se­rung besteht. Hier ist eine ärzt­li­che Bera­tung vor­ab sinn­voll, aber nicht not­wen­dig.
Auch ent­kräf­te­te Dr. Härtl das Vor­teil „Ich bin ja ver­hei­ra­tet und mein Ehe­part­ner küm­mert sich um alles, daher brau­che ich kei­ne Voll­mach­ten aus­zu­fül­len“. Auch hier sind die ent­spre­chen­den Voll­mach­ten sinn­voll und not­wen­dig, da ein Ehe­part­ner per Gesetz nicht auto­ma­tisch zum Stell­ver­tre­ter bzw. Bevoll­mäch­tig­ten wird.

Der kom­pe­ten­te Vor­trag von Herrn Dr. Härtl und die vie­len beant­wor­ten Fra­gen haben gezeigt, dass das The­ma sehr wich­tig für die Zuhö­rer ist und hier an die­sem Abend für vie­le die Hemm­schwel­le gesenkt hat, nicht nur über die Voll­mach­ten nach­zu­den­ken, son­dern die­se auch aus­zu­fül­len.
Orts­vor­sit­zen­de Clau­dia Kops, bedank­te sich am Ende der Ver­an­stal­tung beim Refe­ren­ten mit einem Geschenk für die­sen so inter­es­san­ten Vor­trags­abend.

Micha­el Nie­der­mair, CSU Haim­hausen

v.l.: Bür­ger­meis­ter Peter Fel­ber­mei­er, CSU Orts­vor­sit­zen­de Clau­dia Kops, RA Dr. Domi­nik Härtl, OV-SEN Jür­gen Schind­ler